Hallo, mein Name ist Lydia Ludmila Staiger

Ich praktiziere Yoga und staune über die Weisheit des Körpers

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Wenn ich auf mein Leben zurück blicke, habe ich eigentlich schon immer Yoga praktiziert. Denn Yoga ist ein Weg zur Selbsterkenntnis und Selbsterfahrung. Es ist ein Läuterungsprozess des wahren Selbst. 

Die Intelligenz des Körpers, unsere Psyche und zwischenmenschliche Beziehungen haben mich schon immer fasziniert. Und Yoga vereint für mich genau diese drei Aspekte. Deswegen war die Kombination vom Yoga, Meditation und der transformierenden Selbsterfahrung genau das Richtige für mich. Das Resultat dieser Journey war sehr befreiend, energiespendend und heilsam. 

Im Yoga finde ich in guten wie in schlechten Zeiten einen Sinn und viel Freude. 

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Meine erste Begegnung mit Yoga

Als ich noch zur Schule ging und ungefähr 12 Jahre alt war, wollten wir mit meiner Schwester unserer Mama etwas Gutes tun. Irgendwie erfuhren wir von einem Sportunterricht, der wohl sehr entspannend sein sollte. Natürlich war es Yoga, aber damals konnten wir es noch nicht so einordnen. Wir begleiteten unsere Mama zum Kurs und als wir in die Turnhalle kamen, war sie schon ziemlich voll. Alle lagen auf ihren Matten, waren ruhig und besonnen. Während der Stunde bewegten sich alle langsam und zum Schluss schliefen sie alle gefühlsmäßig ein. Nach dem Ablauf der Stunde dachte ich so für mich: ‚Also hier kriegt mich niemand mehr wieder rein.‘

10 Tage Schweigen

Meditieren und die Suche nach einem tieferen Sinn im Leben, war für mich die erste transformierende Lebenserfahrung. Obwohl ich zu dem Zeitpunkt noch relativ jung war (so denke ich natürlich jetzt darüber :-), ich musste um die 20 Jahre gewesen sein, hat mich alles, was wir heute Esoterik nennen, sehr angesprochen. Mir wurde ein 10-tägiges Seminar empfohlen, bei dem man in einer völligen Stille, Zurückgezogenheit und ohne jegliche Kommunikation meditierte. Es handelte sich um eine alte Meditationstechnik namens Vipassana, was mir aber erst hinterher klar wurde. Nach dem ersten Mal war für mich die wichtigste Erfahrung – bei sich zu bleiben. Ich musste nicht ständig kommunizieren, ich musste nicht immer auf die Anderen eingehen, obwohl sie um mich herum waren, ich musste nicht in Kontakt treten – verbal oder nonverbal, ich musste einfach nicht reagieren. Ich durfte bei mir bleiben, ich durfte mich dem inneren Prozess widmen, ich durfte einfach nur da sein. Natürlich waren es meine inneren Erlaubnisse, die ich mich danach wagte auch in mein ’normales‘ Leben zu integrieren. Ich wiederholte die 10 Tage im Laufe der nächsten Jahre noch insgesamt 4 mal. Jedes Mal tauchte ich in einen neuen inneren Prozess ein. Das letzte Mal war ich in einem Ashram in Indien. Es folgten weitere Ashram-Besuche, Yoga-Bücher, Sari’s.

Meditieren in Indien

Meditation und Vipassana in Deutschland brachten mir die Begegnung mit mir selbst. Meditation und Vipassana in Indien führten mich in die Begegnung mit dem ‚Unbekannten‘. Aber vielleicht muss ich in meinem Erzählen etwas ausholen. Wer schon mal in Indien war, weisst, dass es ein Land voller Gegensätze und Widersprüche ist und gleichzeitig völler Harmonie und Weisheit. Ich lebte ein halbes Jahr in Indien. Ich lebte mit der lokalen Bevölkerung zusammen und erlebte hautnah ihren Alltag. Während der Zeit arbeitete ich im Heim und Schule für Kinder mit einer Behinderung. Ich genoss das scharfe Essen, was in meinem System gleich zweimal brannte. (beim rein und dann beim rausgehen) Ich liebte die frischen exotischen Früchte, war erstaunt über die vielen Bananensorten, kaufte Jasminblüten und flochte sie mir ins Haar, trank auf der Straße die frisch aufgeschnittene Kokosnuss und genoss das Ankleiden in die Sari-Stoffe. Ich gebe zu, meine Sinnen arbeiteten 3 Monate lang auf Hochtour. Danach brauchte ich ein Reset. Mein System musste runtergefahren werden. Weihnachten verbrachte ich daher in einem Vipassana Meditationszentrum. Ufff. Ruhe. Gelassenheit. Peace. Um 4 Uhr morgens begann der Tag, der um 22.00 Uhr endete. Kein Buch, kein Handy (gab es ja auch noch nicht) kein Kontakt nach aussen. Frauen und Männer lebten in getrennten Bereichen trafen sich aber im Meditationssaal, um gemeinsam zu meditieren. Ich war die einzige Fremde unter mindestens 100 Menschen. Es erstaunte mich, wie die Spiritualität und die Verbindung zum Höheren im Leben der Menschen integriert war. Eine Selbstverständlichkeit. Jeder für sich war in die innere Meditation versunken, konzentriert auf den eigenen inneren Prozess. Gleichzeitig war die Verbindung untereinander und zu der höheren Kraft über uns allgegenwärtig und spüren.

Warum System- und Familientherapie

Durch die Meditation und die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Themen wie Freiheit, Gelassenheit, positives Denken, Loslassen, innerer Frieden, Verzeihen, also die Liste ist für mich unendlich lang, hat mir immer etwas gefehlt. Ich konnte die Themen irgendwie nicht mit der Realität verbinden. Es blieb so auf einer angreifbaren Ebene. Also wie bleibe ich bitte schön gelassen, wenn ich gerade stock sauer bin und alles in mir kocht? Wie soll ich es konkret machen? Ich spüre die Emotion jetzt, hier und da, unterdrücken ist nicht der richtige Weg, voll ausagieren wäre kontraproduktiv, soll ich sie dann bisschen drosseln, oder was mach ich jetzt mit der Explosion in mir? 

Das waren so meine Fragen, mit denen ich mich regelrecht herumgeschlagen habe. Es kamen unzählige Bücher über die Selbsterfahrung, verschiedene Seminare, Vorträge, etc. Ich suchte nach etwas, was ich mit meinen inneren Werten vereinbaren konnte. Ich entdeckte Frau Dr. Maria Bosch, die die Familientherapie nach Deutschland brachte und die sie direkt an der Quelle bei der Pionierin der Familientherapie bei Virginia Satir aufsog. Rückblickend, war es die richtige Entscheidung für mich. Neben der Ausbildung zur System- und Familientherapeutin habe ich bei Maria in die Tiefen meines Selbst geblickt und einige innere Prozesse durchgestanden. 

Wie wurde ich zur Yoga-Lehrerin

Nachdem sich bei mir die innere Welt geordnet hat, kehrte bei mir für eine Weile Ruhe und Gelassenheit ein. Vermutlich war es die Stille vor dem nächsten Sturm. Rückenschmerzen, Kreuzschmerzen, verkürzte Muskulatur kamen als Nächstes. Die emotionalen Gründe der Anspannung, die ich im Rückenbereich hatte, waren mir bekannt. Es sollte aber auch körperlich etwas passiert, damit alles wieder so funktioniert wie vorher. Aktive Yoga Phase hielt den Einzug in mein Leben. Ich entdeckte Yin-Yoga und war für diese Entdeckung sehr dankbar. Eine schlimme und hartnäckige Augenentzündung liess mich später den Alarm schlagen. Meine Sicht verschlechterte sich dermassen, dass ich ausser Yoga nichts anderes machen konnte. Während meiner regelmäßigen Yoga-Praxis übte ich mich in der inneren Zuversicht, Vertrauen und Geduld. Themen wie Loslassen, Kontrolle aufgeben, Abwarten gewannen an Wichtigkeit. Rückblickend wurden zu dem Zeitpunkt bereits die ersten Samen für meine spätere Ausbildung zur Yoga-Lehrerin gesät. Die erste Ausbildung habe ich auf Mallorca bei Maria im Ashram OM gemacht, die zweite Ausbildung bei Karo Wagner in der Vinyiasa Akademie Deutschland.

Hier ist mein tägliches 'Mantra'

“Every day I think as I wake up. Today I am fortunate to be alive.
I have a precious human life and I am not going to waste it.
I am going to use all my energies to develop myself to expand my heart out to others.” 

Dalai Lama

Mein Weg zur System-/Familientherapie

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